Willkommen an der Friedrich-List-Schule Lübeck, Europaschule

Zum siebten Mal verleiht die Friedrich-List-Schule in diesem Jahr den Stifterpreis „Betriebswirtschaftslehre in der Praxis“ für herausragende Schülerleistungen, und setzt damit wieder ein Zeichen für eine sinnvolle Nachwuchsförderung.

„Der Stifterpreis ’Betriebswirtschaftslehre in der Praxis’ an der Friedrich-List-Schule ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, an einer betriebswirtschaftlichen Aufgaben zu arbeiten und ein Konzept zu entwickeln, welches ein real existierendes Problem löst“, erläutert Vanessa Pieper aus der Stifterpreiskommission. „Die Themen wurden“, so Pieper weiter „von Unternehmen bzw. diesmal auch von einem Golfverein gestellt.“ Der Stifterpreis wird vom Verein zur Förderung der beruflichen Bildung an der Friedrich-List-Schule finanziert.

Die Schüler bewerben sich für die Teilnahme mit einer Darstellung der Problemstellung und einem ersten Lösungsansatz jeweils in Kurzform. Aus den Bewerbern werden drei ausgewählt, die dann drei Monate arbeiten, ein schriftliches Konzept verfassen und dieses vor der fünfköpfigen Stifterpreiskommission, bestehend aus Lehrkräften und Vertretern der regionalen Wirtschaft, präsentieren und verteidigen müssen.

Den 3. Preis gewinnt Nikos-Emanuel Boldt (21), Auszubildender zum Automobilkaufmann im Rahmen eines dualen Studiums. Er erarbeitete für seinen Ausbildungsbetrieb, die AutoNova GmbH aus Glinde, einen Leitfaden für das Social-Media-Marketing unter dem Motto „Digital werben – Analog verkaufen“. Dieser „Klick in die Zukunft“ ist der Jury 500 Euro wert. „Ich darf“, so Boldt in seiner kurzen Präsentation „nun in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur meine Ideen umsetzen“.

Den mit 700 Euro dotierten 2. Preis erhält Tom Böttger (19) für sein Konzept einer Mobilen App für den Golfclub Reinfeld. Hiermit sollen Vereinsmitglieder alle wichtigen Informationen über den Platz sowie Status- und Turnierübersichten abrufen können. Sie können sich dann auch zu Turnieren anmelden, Tipps für die Bahn bekommen und ihre Scorekarte digital ausfüllen. Ein interner Bereich wird den Mitarbeitern ihre Verwaltungsaufgaben erleichtern. Tom Böttger war bis jetzt Schüler des Beruflichen Gymnasiums und hat in diesem Schuljahr sein Abitur bestanden. Auch sein Konzept soll realisiert werden.

Der erste Preis, mit 1.000 Euro prämiert, geht an Lena Mollwitz (20). Sie ist Auszubildende des Drägerwerks im Bereich Medizintechnik und hat sich mit dem Content Marketing beschäftigt. Dabei werden Zielgruppen durch informierende, beratende und unterhaltende Themen angesprochen. „So könnte“, beschreibt Mollwitz beispielhaft, „durch Information zum Nutzen des Joggens für die körperliche Fitness beim Leser letztlich der Wunsch nach dem Erwerb einer Fitness-Uhr entstehen“. Lena Mollwitz erarbeitete für ein Marktsegment ihres Unternehmens einen Prozessablauf zur Themenauswahl, erprobte ihren Prozess an einem Anwendungsbeispiel und wertete die daraus gewonnenen Erkenntnisse kritisch aus. Auch sie verkündet stolz, dass „Teile meines Konzeptes schon dieses Jahr umgesetzt werden!“

„Die Preisträger“, formuliert Matthias Reessing, Leiter der Berufsausbildung des Drägerwerks, in seinem Grußwort, „haben sich weit über das Normale hinaus engagiert. Sie haben für ihre Unternehmen bzw. ihren Verein einen konkreten Mehrwert geschaffen.“ Reessing lobt die Stifterpreisinitiative, „die es Schülern der Friedrich-List-Schule ermöglicht, theoretisches Wissen mit praktischen Anforderungen zu verknüpfen und unternehmerisches Denken und Handeln fördert, wie es im globalen Wirtschaftsleben unabdingbar ist.“

Ernst-Henning Rohland


Die Stifterpreisträger 2017 v. l. Tom Böttger, Lena Mollwitz, Nikos-Emanuel Boldt



v. l. Klassenlehrer Dirk Zacher, 1. Preisträgerin Lena Mollwitz, BS-Abteilungsleiter Ernst-Henning Rohland



1. Preisträgerin des Stifterpreises Lena Mollwitz